“Life is Beautiful.pps” zerstört alle Daten. In Echt!

Im Februar 2012 zirkuliert in den sozialen Netzwerken, insbesondere facebook, eine Warnung vor angeblich gefährlichen Powerpoint-Dateien, die einen Virus enthalten und Daten löschen können sollen. Diese Dateien, und damit die Gefahr, vor der gewarnt wird, gibt es nicht. Es gilt: Die Warnung ist das “Virus”.

Es handelt sich bei der Warnung um einen klassischen Virus-Hoax, wie er seit den Anfangstagen des Internet bekannt ist (Zum Vergleich: Get More Money,1997). Der Text geht so (Deutsche Version):

Bitte unbedingt beachten.
Die Information kommt von Microsoft und Norton.
Bitte an alle Kontaktpersonen weiterleiten.

Ihr könntet ein Mail mit einer Power Point Präsentation erhalten, welche mit “La vita è bella.pps” oder “Life is beautiful.pps” betitelt ist.

Wenn Ihr es kriegt -  NICHT OEFFNEN !
SONDERN SOFORT LOESCHEN !!

Wenn Ihr es doch öffnet, erscheint die Mitteilung “Adesso è tardi, la vostra vita non è più bella” oder “Now it’s too late, your life is not beautiful anymore”. Ihr verliert unverzüglich den gesamten Inhalt des PCs und der Absender hat Zugang zu Adresse, E-mail und Passwort.

Es handelt sich um einen neuen Virus, der seit Samstag Nachmittag im Umlauf ist. Wir müssen das Mögliche unternehmen, um diesen Virus zu stoppen. AOL hat seine Gefährlichkeit bereits bestätigt und die Antivirus-Software ist noch nicht in der Lage, ihn zu zerstören.

Der Virus wurde von einem Hacker programmiert, der sich “Herr des Lebens” nennt (das muss aber nicht zwingend der Absender sein) und der sich vorgenommen hat, alle PCs zu zerstören.

Angeblich befindet sich dieser Psychopath (eigene Anmerkung) in einem Rechtsstreit mit Microsoft über das Patent zu Windows XP.

Besten Dank für die Beachtung.

In einigen aktuellen Varianten wird ein Polizeibeamter aus Schleswig-Holstein als angeblicher Absender der Warnung genannt. Auch dies ändert aber nichts daran, dass es die angeblich gefährlichen Dateien nicht gibt.

Der einzige Zweck der Meldung ist die Verunsicherung der Empfänger und die eigene Weiterverbreitung.

Bitte leiten Sie den Hoax nicht weiter.

Nachweise etwa bei hoax-slayer.com.