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In Amerika ist alles möglich - Oder ? [4] |  | Seiten: |
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Das war's schon?
Ja, das war's - fast. Denn es macht bei der Masse "wahrer Beispiele" in diesem Bereich keinen Sinn zu versuchen, alle als Moderne Sagen und Hoaxes zu entlarven. Es sind einfach zu viele, es werden täglich mehr - und sie sind von anderen schon hundertmal als Fälschung entlarvt worden.
Eine schöne Zusammenstellung geben regelmäßig E-Mails, die über die neuesten Gewinner der so genannten "Stella-Awards" berichten, eines Wettbewerbs, der angeblich jährlich die unglaublichsten Beispiele sinnfreier US-Rechtsprechung prämiert. Als diese E-Mails 2001 erstmals auftauchten, gab es die Stella-Awards (benannt nach dem oben behandelten Kaffee-Fall von Stella Liebeck) noch nicht - Sie waren ebenso frei erfunden, wie die unsinnigen Urteile, über die sie berichteten.
Inzwischen wurde die Idee aus den Hoax-E-Mails tatsächlich aufgegriffen - Allerdings sind die wahren Preisträger wesentlich weniger abstrus als Ihre imaginären Vorbilder, und vor allem: Sie enden so gut wie nie damit, dass der dreiste Kläger mit seiner jedem gesunden Menschenverstand widersprechenden Klage vor einem Gericht Recht bekommt. (Dafür haben sie aber den Vorteil, dass sie tatsächlich stattgefunden haben).
Was sich nicht geändert hat, ist der Wahrheitsgehalt der Stella-Award-E-Mails, er geht gleichbleibend gegen Null. Beispiele dieser angeblich skandalösen Gerichtsurteile, die es nie gab, deren Verbreitung sich aber wohl auch niemals stoppen lassen wird, sind
- Der Fall des in der Garage gefangenen Einbrechers, der für seine Gefangenschaft Schmerzensgeld erhielt
- Die erfolgreiche Klage des Reifendiebs, dem das Opfer während der Tat über die Hand fuhr
- Und selbstverständlich die erfolgreiche Klage der älteren Dame, die nicht wusste, dass sie Ihren Pudel nicht in der Mikrowelle trocknen darf.
Wie gesagt: Es gibt noch viele, viele mehr. Eine übersichtliche Zusammenstellung der bekanntesten Fälle, die angeblich die Stella Awards gewonnen haben (tatsächlich aber frei erfunden sind), finden Sie hier.
Das Fazit kann also wie immer nur lauten:
Seien Skeptisch gegenüber "Meldungen", die sie im Internet oder in E-Mails lesen - Wenn etwas schier unglaublich ist, dann glauben Sie es am besten auch nicht. Leiten Sie offensichtlichen Unsinn nicht weiter, sondern nehmen sie solche Meldungen als das, was sie sind: Mehr oder weniger gelungene Scherze. | | | ZULETZT AKTUALISIERT: FR., 13.01.2006 |
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Kommentare zu diesem Artikel (neueste zuerst): [Verfassen] |
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| rizzo, DO., 21.04.2005: |
Ihre Kritik in allen Ehren, dennoch: Der Rekurs auf die chinesische Küche wird vorliegend nur als Vehikel zur Verdeutlichung von Verbreitungsmschanismen von Fehlinformationen gebraucht (Es geht im Artikel ja auch nicht schwerpunktmäßig um gebratenene Haustiere).
Ich glaube daher auch, dass die Befürchtung, es würden Nicht-zutreffende Eindrücke über chinesische Essgewohnheiten erweckt, eher fernliegend ist. Falls es aber aus dem Text nicht hinreichend deutlich geworden sein sollte, stelle ich an dieser Stelle noch einmal in aller Deutlichkeit klar: Der Verfasser besitzt keinerlei Expertise auf dem Gebiet gebratener Hunde, Katzen, Spinnen oder anderer Kleintiere und kann daher keinerlei fundierte Aussagen darüber treffen, ob diese in China oder andernorts verspeist werden. |
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| HeyMoment, DI., 05.04.2005: |
| Natürlich schnappen uns die Chinesen nicht unsere Fifis von der Strasse und setzen sie ihren Restaurantgästen vor... In China und anderen asiatischen Ländern ISST man aber Hunde. (Und Katzen und Spinnen und, und, und). Hier wird der Eindruck erweckt, als sei das auch nur eine Urban Legend. |
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| tom, DO., 31.03.2005: |
| Die Geschichte mit den Zigarren geht möglicherweise auf eine alte Disney-Geschichte zurück. Dabei versichert Dagobert eine Kiste Zigarren von Klaas Klever gegen Feuer. Klingt stark nach dieser Urban Legend. Allerdings spielen Gerichte bei Disney-Geschichte keine Rolle. |
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| rizzo, MO., 31.05.2004: |
| hast mich erwischt, ich wollte das noch ändern, war aber bei dem schönen wetter erstmal radfahren. tja, wie heiss ist ein normaler kaffee. direkt am Ausfluss einer Industrieekaffeemaschine von Saeco ca. 75-80° C.(http://www.saeco.de/script/show.php3?page=0018&view=answer&question=025). Kannst ja mal probieren, dich direkt drunter zu hängen ;) |
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| Ich wieder, MO., 31.05.2004: |
| Das sind Grad Fahrenheit - Ich war erst ein wenig entsetzt. Aber in Celsius sind das "nur" 80° - wie heiss ist eigentlich ein "normaler" Kaffee? |
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