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Evergreen: Der reiche Onkel aus Nigeria [2]

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Die Geschichte des Nigerian Scam

Das eigentlich interessante an der nigerianischen Masche besteht nicht unbedingt in der Art und weise, wie die Opfer immer tiefer in den Strudel aus immer weiteren Zahlungen und schließlich in den Ruin getrieben werden - so etwas gibt es auch bei anderen betrügerischen "Geschäftsmodellen" wie etwa Schneeballsystemen, Pyramidenspielen oder so genannten "Schenkkreisen". Auch im Zeitschriftenvertrieb, also innerhalb so genannter "Drückerkolonnen" werden ähnliche Mechanismen verwendet, um Abhängigkeiten zu erzeugen und den Betroffenen den Ausstieg zu erschweren.

Das interessante am Nigerian Scam ist seine beispiellose Erfolgsgeschichte: Die Masche existiert in dieser Art bereits seit gut 20 Jahren und macht nach Schätzungen gut ein fünftel der nigerianischen Wirtschaft aus (!); Ähnliche Arten Betruges tauchten bereits in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts auf. Damals richteten sich die Botschaften - die per Post in die Welt hinaus getragen wurden - vor allem an gutbetuchte Geschäftsleute aus Westeuropa. Mit dem Mediam "E-Mail" haben sich für die Betrüger vollkommen neue Möglichkeiten ergeben - Sehr große Zahlen potenzieller Opfer lassen sich mit extrem geringen Aufwand erreichen. Und getreu dem Motto "Kleinvieh macht auch Mist" kommen auch beim Ausnehmen von Kleinverdienern ordentliche Summen zusammen.

Wenn Sie so eine E-Mail (auch Fax, Brief pp.) erhalten - und das werden Sie früher oder später - Antworten Sie nicht darauf. Gehen Sie auf keinen Fall auf derartige Angebote ein, und wenn sie das schon getan haben: Brechen Sie den Kontakt sofort ab. Auch wenn Sie bereits Geld verloren haben, gilt: Umso früher Sie erkennen, auf einen Betrug hereingefallen zu sein, desto geringer bleibt der finanzielle Schaden. Klammern Sie sich nicht an die Hoffnung, dass es die Millionensummen doch irgendwo gibt. Es gibt sie nicht - Und sie gefährden mehr als nur Ihr Vermögen, wenn sie das nicht wahrhaben wollen.

Weitere Links zum 419-Scam (extern):

Hoax-Info (via TU Berlin)

Dirk van den Boom

Auswärtiges Amt


[HoaxTour] Lesen Sie weiter: Phishing - wenn die Bank nach dem Passwort fragt
ZULETZT AKTUALISIERT: MO., 30.01.2006

begrenzer Kommentare zu diesem Artikel (neueste zuerst):    [Verfassen] begrenzer

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scam baiter, SA., 18.02.2006:
Um Spaß zu haben sollte man jedoch sehr gut mit Internettechnologie etc. Vertraut sein! Ein kleiner Fehler und die eigene Identität fliegt auf, was fatale körperliche Folgen haben kann.
Bitte NIEMALS mit der lokalen eMail-Software Kontakt aufnehmen!!!
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tt, FR., 25.03.2005:
Da fehlt noch ein wichtiger Link: 419eater.com ;-) Man kann mit den Leuten auch Spaß haben...
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