Facebook führt „Weiterleitungsbeschränkung“ bei WhatsApp ein

Behauptung:

Der Messengerdienst WhatsApp von „Facebook“ beschränkt die Möglichkeit, Kettenbriefe weiterzuleiten.

Status:

Trifft zu.

Quelle:

Pressemitteilung von Facebook vom 7.4.2020


Soziale Medien und Messenger-Dienste machen Falschmeldungen und Hoaxes die Verbreitung besonders leicht: Ein Klick oder Swipe genügt, und schon ist das virtuelle Virus der Falschinformation in der nächsten Generation.

Das Problem ist natürlich auch bei den Plattformen bekannt und Facebook auch hat bereits in der Vergangenheit Maßnahmen ergriffen, um die Verbreitung von Gerüchten über WhatsApp einzudämmen. In einer Pressemitteilung vom 7.4.2020 teilt Facebook nun mit:

Damit die Kommunikation auf WhatsApp sicher und privat bleibt, werden wir die Möglichkeit, häufig weitergeleitete Nachrichten noch weiter zu verbreiten, eindämmen.

Der aktuelle Eingriff in die Weiterleitungsfunktionalität geht nun so weit, dass bereits weitergeleitete Nachrichten nur noch einzeln an weitere Chats weiterversandt werden können.

Man kann leider daran zweifeln, dass diese Anordnung derBasisreproduktionszahlfür WhatsApp-Kettenbriefe „R0 = 1“ tatsächlich großen Einfluss auf die Verbreitung von Falschnachrichten in der Corona-Krise hat. Denn einerseits gibt es noch viele andere Wege der Verbreitung und Falschmeldungen aus den sozialen Medien und Messenger-Diensten werden oft auch von etablierten Medien aufgegriffen und ungeprüft verbreitet.

Und andererseits gab es Hoaxes und Urban Legend als Phänomen eben auch bereits, bevor es Messengerdienste und konkret „WhatsApp“ gab und es wird daher wohl auch diesem eher vorsichtigen Eingriff widerstehen.